Lyrisches

Auf diesen Seiten habe ich in loser Folge einige Texte abgelegt, die in den letzten 20 Jahren entstanden sind. Das ist eine lange Zeitspanne, die verschiedene Phasen und Gemütszustände umfasst.

Es geht um Menschen, die mir begegnet sind, um Orte der Erinnerung, um Liebe, Abschied, Selbsterkenntnis.

Die Texte sind überwiegend in meiner englischen Muttersprache. In letzter Zeit habe ich es vermehrt mit der deutschen Sprache versucht. Sperriger zum dichten zwar, aber zunehmend reizvoll.

Komm’ gerade von der Arbeit - Mann, was bin ich froh
Hab’ mir fest vorgenommen: Sorgen bleiben im Büro
Jetzt lass’ ich es mir gut gehen, ich mache was mit Stil
Gönn’ mir was vom Rotwein der neulich so gefiel 

Ich gehe in den Keller, zieh’ die Flasche aus dem Schrank -
Ist noch eine übrig – Gott sei Dank!
Chateau „Je-ne-sais-pas“ steht auf dem Etikett
Zweitausenddrei war als Jahrgang ja ganz nett 

Ruhige Musik – so mundet es besser
Wo ist jetzt das Sommelier-Messer?
Stell’ das Glas auf dem Tisch, gleich geht es los
Die Vorfreude ist groß... 

Der Korken macht „plopp“ – ein vertrauter Laut
Gleich weiß ich wie dieser Tropfen ausgebaut:
Honig, Pfeffer, Zimt und Leder
Lakritz, Apfel und auch Zeder 

Beerenaromen, von Kirsche einen Hauch
Vanille, Zimt und Schokolade auch
Lebendige Säure, feinstes Tannin:
Das gehört zum Wein, so liebe ich ihn 

Doch wie ich prüfe die Farbe im Glase
Steigt mir Übles in die Nase
Was ist denn das? Das darf nicht sein!
So duftet kein schöner Wein! 

Total verkorkt! Ich bin nicht amüsiert
So gefreut und jetzt angeschmiert
Total verkorkt! Was mach’ ich nur?
Statt Degustation gibt es Frustration pur